Der Venustransit am 06. Juni 2012

 

 

Die Umlaufbahn der Venus befindet sich zwischen Erde und Sonne (ein innerer Planet).

 

Periodisch tritt eine Konstellation ein, bei der sich die Venus auf direkter Linie zwischen Erde und Sonne positioniert – die untere Konjunktion. Diese hat Venus erneut am 06. Juni 2012 erreicht.

 

 

Der Betrachter von der Erde beobachtet die Venus bei ihrem Durchlauf dieser Position als tiefschwarze Scheibe, die langsam über die Sonne wandert.

 

Die erste Beobachtung eines Venustransits datiert aus dem Jahre 1639. Die Durchgänge treten paarweise in wechselnden Abständen von 8  und 105 bzw 121 Jahren auf. Den vorletzten Durchgang habe ich am 08. Juni 2004 beobachten können, heute nach 8 Jahren folglich den nächsten. Auf eine Wiederholung muss bis in das Jahr 2117 geduldig gewartet werden.

 

In Dresden herrschten prima Beobachtungsbedingungen, bis auf geringe Schleierwolken war der Blick ungetrübt.

 

Kurz vor Sonnenaufgang um 4:52 MESZ nahmen Werner Schantin und ich „Beobachtungsstellung“ in der Nähe der Babisnauer Pappel ein. Unsere Ausrüstungen waren ein Fernrohr 50X500, das Okular mit einer Brennweite von 20 mm, ein einfacher Fotoapparat IXUS 70 und ein Fernglas 8X30.  Das Objektiv am Fernrohr war mit einer Folie für Sonnenbeobachtungen und das Fernglas mit einem Rotfilter ausgestattet.

 

 

Wenige Minuten nach Sonnenaufgang konnten wir die dunkle Scheibe der Venus bereits erkennen. Mit aufsteigender Sonne wurden die Bilder deutlicher, viele Sonnenflecken haben dieses faszinierende Naturereignis ergänzt.

    

Mit unseren bescheidenen Mitteln haben wir folgende Aufnahmen vom Durchgang angefertigt:

 

Der Sonnenaufgang gegen 05:00 Uhr und der erste Blick zur Venus:

 

 

 

 

einige Bilder bei höherem Sonnenstand, das Wandern der Venus ist zu erkennen, auch die Sonnenflecken bilden sich ab:

 

  

 

 

 

 

Die Venus verlässt die Sonnenscheibe gegen 6:49 MESZ:

 

 

 

Werner Schantin und Gunther Trentzsch, die begeisterten Beobachter

DD, 06.Juni 2012