Historische Salzlecken (auch Sulzen genannt) 
verwendete Literatur: Dr. Herbert Wilhelmi 2014 Forstliche Denkmale in Sachsen
Ferdinat Bellmann 2008 Historische Salzlecken in der Sächsischen Schweiz, in der Dippoldiswalder Heide,
im Tharandter Wald und im Friedewald
www.salzlecken.de
Wild nimmt Salz (Natriumchlorid) sehr gern auf. Vorrangig Pflanzenfresser sind mit diesen Mineralien unterversorgt.  Durch das Einrichten  
von Salzversorgungsstellen (Salzlecken) ist beabsichtigt, Wild in die Jagdreviere zu locken. Solche Aktivitäten gehen weit ins Mittelalter zurück.
Es wurde vermutet, dass durch die Aufnahme von Salz die Äsungslust und die Verdauung beim Wild angeregt wird. Außerdem war 
die Wachstumsförderung von Geweih und Gehörn erhofft.
Die Salzlecken hatten eine Umfriedung zum Fernhalten von Weidetieren. Oft sind die Säulen der Umfriedung noch vorhanden.
Auch heute sind in den Wäldern Lecksteine anzutreffen. Auf relativ hohen, entrindeten Holzstangen sind Salzsteine befestigt. Regenwasser löst das Salz,
es läuft am Stamm herab, das Wild nimmt es leckend auf.
In Sachsen, in der Dippoldiswalder Heide und im Tharandter Wald,  wurden zwischen 1730 und 1750 Salzlecken aus Sandstein u.a. als "Platten-Typ" angelegt. 
Salzlecken des Platten-Typs sind die ältesten und aus der Sicht der Denkmalpflege die wertvollsten Zeugnisse der Jagdgeschichte (Wilhelmi). 
Weitere Typen sind: Trogstein, Oktogon, Baquette, Quader
In der Dippoldiswalder Heide sind noch vier historische Salzlecken vom Platten-Typ vorhanden. Ich habe sie aufgesucht und fotografiert.
Standort         errichtet:         Koordinaten
Barbarakapelle, Rabenauer Straße / Abzweig Klausenweg 1736 N 50 ̊ 56,173 ′
O 013 ̊ 40,033 ′
                       
Zipfelheide, nördliches Waldstück bei Oelsa     unweit der Kreuzung des Marktsteges/Schulsteg N 50 ̊ 56,558 ′
O 013 ̊ 41,054 ′
1736
                       
Jagdflügel zwischen Jagdflügel und Schneise 15 1736 N 50 ̊ 55,520 ′
Den Weg mit Markierung: gelber Balken auf weißen Grund folgen O 013 ̊ 41,474 ′
                       
Zscheckwitzer Holz   in der Forstabteilung 228, unweit einer Gartensiedlung
1736 N 50 ̊ 55,821 ′
O 013 ̊ 42,770 ′
                       
im  Tharandter Wald
Borschelweg (Kurort Hartha) Typ: Oktogon
N 50 ̊ 58,643 ′
O 013 ̊ 32,061 ′
                       
nördlich des Markgrafenstein, Schneise 6 
N 50 ̊ 57,258 ′
die Schale ist wegen Bewuchs im Umfeld schierig zu finden, sie ist beschädigt,  O 013 ̊ 33,664 ′
Erst nach einer genauen Wegbeschreibung durch Andrè Kaiser
habe ich diese Salzlecke beim dritten Versuch gefunden.
                         
Grillenburg, Jakobsweg / Schneise 15  am oberen Schlossteich
N 50 ̊ 56,930 ′
Diese Schale wurde von Hartha hierher umgesetzt (bisheriger Standort zwischen Schneise 6 und 7) O 013 ̊ 30,308 ′
Ein Baum wurde vom Blitz getroffen, herabstürzende Äste zertrümmerten die Schale. 
Für das Aufstellen in Grillenburg wurde eine Neue Schale gefertigt.
                         
Gunther Trentzsch 23.05.2017
wird fortgesetzt