Herbstführung durch den Forstbotanischen Garten Tharandt am

03. Oktober 2013

 

Als Treffpunkt war wie gewohnt das Schweizerhaus angezeigt.

 

Wir schließen uns der Gruppe an, die Herr Professor, Dr. P.A. Schmidt durch den älteren Teil des Gartens angeboten hat.

 

 

 

 

 

Prof. Schmitt hat sehr viele Informationen vermittelt und durch Anschauungen von Blättern, Früchten und anderen Merkmalen ergänzt.

 

Nicht alles haben wir uns merken können, einiges jedoch sei hier aufgeschrieben, damit es nicht auch noch in Vergessenheit gerät.

 

 

Die Einblattesche, eine Esche mit einem Endblatt:

Standort: Willkomm-Weg

 

 

 

 

Prof. Schmitt informiert anfangs über die Tätigkeit der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft e.V. (gegründet 1892).  Jährlich wird zum Tag des Baumes am 25. April im Zusammenwirken mit der Gesellschaft Deutsches Arboretum ein Rekordbaum (Champion Tree) gekürt. Diese Bäume sind durch ihr Alter, durch den Stammdurchmesser und die Wuchshöhe einzigartig. Eine Liste der sächsischen Rekordbäume ist unter

www.championrees.de/abteilung4/sachsen/index.html einzusehen.

 

 

Am Judeich – Denkmal betrachten wir den Schneeglöckenbaum. Er ist ein Champion Tree, sein Alter beträgt 170 Jahre.

 

 

Die Frucht:

 

 

 

 

Ein weiterer Rekordbaum ist die 1811 gepflanzte amerikanische Edelkastanie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch der benachbarte Tulpenbaum ist ein Rekordbaum.

Standort: kurz vor dem Cottaplatz

 

 

 

 

 

 

 

Am Geobel - Weg, vor dem Cottaplatz betrachten wir die immergrüne Stechpalme. Unsere Aufmerksamkeit wird auf die verschiedenen Blattformen gelenkt. Sie trägt glatte und dornige Blätter. Die Früchte sind rot.

 

 

 

 

glattes Blatt

 

 

 

 

dorniges Blatt

 

 

 

 

 

Vom Cottaplatz aus richten wir unsere Blicke in das Weißeritztal.

Es steht durch das Programm „Natur 2000“ unter EU-Schutz.

 

 

 

 

 

 

Die Blutbuche am Cottaplatz, sie wurde durch Prof. Reum 1811 veredelt,

ist leider abgängig. Sie wird in den nächsten Jahren absterben. Die Veredlungswulst am Stamm ist deutlich zu erkennen.

 

 

 

Wenige Meter weiter hebe ich eine Frucht der Magnolie auf.

 

 

 

 

 

Gegenüber dem Gewächshaus trägt eine Scheinzypresse den Namen „Tharandt“ in die Welt:

 

 

 

 

 

Auf der „Tannenwiese“ fällt die sehr seltene Tannenmistel auf.  Sie ist eine Halbschmarotzerpflanze. Sie kann eigenständig dissimilieren assimilieren, nur das nährstoffhaltige Wasser entnimmt sie dem Wirtsbaum. Dieser kann dabei Schaden erleiden und auch absterben. Die Mistel kann aber nur auf kränklichen Bäumen siedeln, gesunde Bäume sorgen mit ihren Abwehrstoffen für das Fernhalten des Schmarotzers.

 

 

 

 

 

Weiterhin lernen wir die Chinesische Vogelbeere mit weißen Früchten kennen.

 

 

 

 

Die Rinde des Chinesischen Korkbaumes wurde einst wirtschaftlich genutzt. Der Ertrag ist aber unbedeutend.

 

 

 

 

 

Die Früchte des Korkbaumes:

 

 

 

Die Blätter der Japanischen Birke ähneln den Lindenblättern:

 

 

 

 

 

 

 

 

Als lebendes Fossil stellt Prof. Schmidt den Mammutbaum vor. Aus ihm entwickelte sich die Braunkohle.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schwerins – Kiefer ist schnellwüchsig, sie entwickelt große Zapfen.

 

 

 

 

Die Gleditschie schützt sich vor unerwünschtem Zugriff durch scharfe Dornen am Stamm.

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Rückweg sammelt Lisa schön gefärbte Blätter.

 

 

 

 

 

P.S. Während einer Führung durch den Garten am 10. Mai 2007 berichtete Dr. Pietzarka von der erst 1994 in Australien entdeckten Wollemie. Sie wurde auch im Forstbotanischen Garten und im Tharandter Wald angepflanzt. Auf meine Anfrage über den Verlauf dieser Versuche berichtet Prof. Schmidt, dass alle ausgepflanzten Bäume die strengen Winter der letzten Jahre in freier Natur nicht überdauert haben.

 

(vergl:  www.g-trentzsch.de/ForstbotanischerGarten10052007.htm )

 

 

Lisa & Gunther Trentzsch