Der Eliasfriedhof zu Dresden

 

Am 10. September 2006 haben Lisa und ich den Eliasfriedhof aufgesucht und an einer öffentlichen Führung teilgenommen. Dabei haben wir erfahren, dass dieser Friedhof  Grabstätten von vielen bekannten und bedeutenden Persönlichkeiten beherbergt, die eng mit der Entwicklung der Stadt verbunden waren.

 

Der Friedhof wurde 1680 auf Anordnung des Kurfürsten Johann Georg II auf freiem Felde, vor dem Ziegeltor (vergl. Ziegelstraße) als Seuchen – oder Pestfriedhof angelegt. 

Von den 15 000 Einwohnern Dresdens wurden ca 5100 durch die Pest dahin gerafft, die hier beigesetzt wurden.

 

Nachdem die Pest überwunden war, blieb der Friedhof Begräbnisstätte für die Armen – sie konnten hier ihre Toten unentgeltlich beisetzen lassen.

 

Mit dem Beginn des Neubaues der Frauenkirche im Jahre 1724 musste der bisherige Friedhof  auf diesem Kirchhof aufgegeben werden; als neuer Standort wurde der Eliasfriedhof ausgewählt. Der Architekt der Frauenkirche, George Bähr, erhielt den Auftrag, Pläne zur entsprechenden Umgestaltung des Friedhofes zu erarbeiten.  Nach seinen Plänen sind auch die teilweise noch gut erhaltenen Grufthäuser entstanden.

 

 

 
      

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonders die Grufthäuser bewirkten eine deutliche gesellschaftliche Aufwertung dieser Begräbnisstätte; von nun an vom dresdner Adel und vom Bürgertum bevorzugt.

 

Übrigens fällt diese Veränderung in die Regierungszeit August des Starken (Kurfürst Friedrich August I ).

 

Vermutlich aus Platzgründen fand die letzte Beisetzung auf dem Eliasfriedhof am 30.06.1876 statt. Seither ist er geschlossen, sein Zustand quasi konserviert. Aber er verfällt auch immer mehr! Grabsteine sind beschädigt, umgefallen, die früher übliche helle Bemalung der Sandsteine ist an nur ganz wenigen Stellen noch nachweisbar. Efeu überwuchert das Gelände.

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der Eliasfriedhof ist ein Denkmal von europäischem Rang. Es sind einzigartige Grabmahle erhalten, die  namhafte Künstler wie Kirchner, Pettrich, Caspar David Friedrich entwarfen.

 

Hier als Beispiel ein Grabmal nach dem Entwurf von

Caspar David Friedrich:

 
                  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt noch eine kleine Auswahl von Grabstätten bekannter dresdner Bürger, als Anregung für einen eigenen Besuch:

 

 

 



 





 

 




 

 

 













 











 

 

 
 

 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Förderverein Eliasfriedhof Dresden e.V. bietet regelmäßig Führungen an. Die Termine sind unter www.eliasfriedhof-dresden.de veröffentlicht. Wir können nur sagen, es lohnt sich. Die einzelnen Grabmale stellen interessante Bezüge zur Geschichte unserer Stadt her. Wir waren begeistert.

 

Literaturquellen:  Dr. Martin Stein – www.eliasfriedhof-dresdem.de

                          Der Eliasfriedhof zu Dresden, zwischen Verfall und Vergessen

 

 

 

Lisa & Gunther